Stream Premiere der BVV Mitte erfolgreich absolviert

Am Donnerstag, dem 19.04., erfolgte die Premiere der Übertragung der BVV Mitte als Stream: Als Bild wurde die Redner*in gezeigt, wenn sie am Redepult stand, oder das Präsidium.

Endlich war es soweit: Die 17. Bezirksverordnetenversammlung Mitte der aktuellen Legislaturperiode wurde als Stream übertragen.

Ein Wahlversprechen wurde umgesetzt – sofern dies jetzt zur Regel wird.

Eine erfolgreiche Premiere war der Live-Stream bei der 17. BVV.

Endlich gibt es für mehr Menschen die Möglichkeit, der BVV zu folgen – ohne ins Rathaus zu fahren und dort dann einen der wenigen Zuschauerplätze zu ergattern.

Der Vorteil, dass mehr Menschen durch den Stream an der Bezirkspolitik teilnehmen können, überwiegt eindeutig die unvermeidbaren Selbstdarstellungsbemühungen einiger.

Schon bei dieser Premiere waren die Redebeiträge auffällig länger. Dies war nicht nur durch die Themen begründet, sondern auch durch das Feedback von Menschen, die dem Stream folgten.

Man bediente die Filterbubble 😉

Ich denke jedoch, das wird sich abnutzen. Denn je länger Diskussionen aus den Fachausschüssen im Plenum nochmals in voller Ausführlichkeit präsentiert werden, umso mehr verschiebt sich das Ende der Sitzung nach hinten… 😉

Nach dieser Premiere Redezeitbegrenzungen zu fordern, ist überhastet. Stattdessen gilt es nun, in weiteren Live-Streams Erfahrungen zu sammeln und nach den Sommerferien die Ergebnisse zu diskutieren.

Diese Premiere ist ein wichtiger Schritt für eine transparentere Bezirkspolitik, für ein gläsernes Rathaus. Daher freue ich mich auf den nächsten Live-Stream der BVV.

Vorausgegangen war der Antrag „Höhere Bürgerbeteiligung durch Liveübertragung der BVV-Sitzung“ (DR0407/V) von den PIRATEN, der in den Beratungen zurückgezogen wurde. Er war dann die Grundlage für einen gemeinsamen Antrag, gestellt von der CDU Fraktion, „Übertragung der Sitzungen der Bezirksverordnetenversammlung Berlin Mitte“ (DR0427/V). Es zeigte sich, dass das BVV Büro dies eigentlich umsetzen kann. Somit mussten „nur noch“ in den Haushaltsberatungen für den Haushalt 2018/19 entsprechende Mittel für die BVV berücksichtigt werden.

Technisch war die Übertragung nach den erhaltenen Rückmeldungen perfekt:

  • Die Bildqualität war sehr gut (Präsidium oder Mensch am Redepult)
  • Die Tonqualität war super.

Die Tonaussetzer, so ließ sich dann aufklären, entstanden am Saalmikrofon, da dieses wohl ein Tiefpaß hätte und daher erst bei ausreichender Lautstärke „aktiviert“ wird.

Nach der großen Pause konnte man allerdings bei den Verordneten eine Veränderung bemerken:
Als ob sie nun das Feedback der technisch guten Übertragung erhalten hätten, war die Präsenz am Redepult und damit vor der Kamera nun erhöht. Das kann natürlich auch alles an den Themen gelegen haben, wie Grillen in den Rehbergen oder der Straßenumbennung im afrikanischen Viertel. Kann… 🙂

Es wurde geunkt, dass diverse Redebeiträge ungewöhnlich lang und ausführlich erschienen.

Spannende Frage: Guckte denn überhaupt jemand zu?
JA!

Die Nachfrage bei dem Dienstleister des Streams zeigte:

  • rund 270 Besucher*innen (270 verschiedene IP Adressen, die den Stream aufriefen.
  • rund 40-50 Zuschauende im Durchschnitt

Fazit:
Technisch wurde gezeigt: BVV Streaming funktioniert mit diesem Dienstleister.

Links:
[1] BVV Mitte: Live Stream

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Fotoshooting Neptunbrunnen

In Abendlicht ergeben sich am Neptunbrunnen spannende Fotomotive, insbesondere seit dem wieder das Wasser wieder läuft. Aber auch die Neue Synagoge ein spannendes Motiv. Abschluss war heute dann Curry One

Neptunbrunnen
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Der Neptunbrunnen ist ein am Ende des 19. Jahrhunderts geschaffener Springbrunnen. Er hat eine Vierpass-förmige Grundfläche ähnlich einem vierblättrigen Kleeblatt, ist mit fünf allegorischen Figuren ausgestattet und gilt als einer der prächtigsten Brunnen der Stadt.

Der Originalstandort des Neptunbrunnens befand sich vor dem Berliner Stadtschloss auf dem historischen Schloßplatz. Seit 1969 steht er auf der zu DDR-Zeiten geschaffenen Freifläche zwischen Marienkirche und Rotem Rathaus.

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Neptun bewacht immer gut den Fernsehturm…
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Und dann ging es weiter Richtung Oranienburger Straße

Neue Synagoge
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Feierabend war heute im Curry One – irgendwie bisher übersehen – den Laden gibt es dort wohl bereits rund 2 Jahre…
Lecker wars
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Ein weiterer Verlust für Mittes Grüne-Fraktion

Der Bezirksverordnete Nedim Bayat (Bündnis90/Die Grünen), Sprecher für Inklusion und Schulpolitik, verläßt seine bisherige Fraktion und wechselt in die Fraktion der SPD.

Ein weiterer nicht dem Realo-Flügel zugehöriger engagierter Grüner verläßt seine Fraktion.

Nedim ist der erste Grüne in dieser Wahlperiode der die Partei verläßt, aber er ist nicht der erste, der aus der Fraktion ausscheidet.

Damit geht denGrünen ein weiterer engagierter und verläßlicher Kommunalpolitiker verloren.

Die SPD kann ich nur beglückwünschen, denn die Fraktion der SPD erhält so eine gute Verstärkung und wird nun außerdem stärkste Partei in der BVV Mitte.

An der knappen Mehrheit der Zählgemeinschaft Rot-Grün mit 28 von 55 Sitzen ändert dies natürlich nichts.

Ich wünsche Nedim in seiner neuen politischen Heimat viel Erfolg.
Als Piraten hätte er sicher auch gut zu uns gepasst 🙂

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Links:
[1] Pressemitteilung der SPD: „SPD-Fraktion Mitte begrüßt neues Fraktionsmitglied“
[2] Berliner Woche am 13.04.18: „Grüner wechselt zur SPD: Sozialdemokraten jetzt stärkste Fraktion in der BVV Mitte“
[3] Tagesspiegel am 13.04.18: „Grüner Bezirkspolitiker wechselt zur SPD“

Kita Alegria Schmidstraße 4

Der Vertrag mit dem Träger Alegria[1] für die Kita in der Schmidstraße 4 wird 2019 nicht weiter verlängert[2]. Ich stelle mich hinter den Bezirksamtsbeschluss und der Stadträtin Frau Obermeyer (parteilos, für DieLinke) und hatte hierzu Stellung bezogen: „Kita Schmidstraße 4: Eine Chance für mehr Kita-Plätze“[5]

Alle Erläuterungen in den Ausschüssen, die wir von der Stadträtin erhielten, lassen nur einen Schluss zu:
Durch die Nicht-Verlängerung des Vertrages erhält der Bezirk die Chance eines neuen Interessenbekundungsverfahren: Für ein größeres und besseres Angebot für die Kids vor Ort. Eine Kita, die auch wieder von Eltern aus der Nachbarschaft genutzt wird.

Mittes Kita als „Aufbewahrungsorte“ abzustempeln ist nur eine von vielen Äußerungen aus den Reihen der CDU, die eher mit Populismus anstatt Sachpolitik für die Bewohner*innen im Bezirk Mitte geprägt ist. Mir sind keine entsprechenden Nachfragen der CDU in den Ausschüssen bekannt, die die Stadträtin kritisch hinterfragten. Bei dem Antrag der AfD von der Kündigung abzusehen enthielt sich die Fraktion der CDU.

Wir hoffen, das nun rasch das Interessenbekundungsverfahren startet, die Kids in der Kita nicht darunter leiden müssen und sich 2019 ein Betreiber findet, der ein gutes Angebot und mehr als 40 Kitaplätze anbietet.

Links:
[1] Webseite von Alegria Kiga gGmbH
[2] Pressemitteilung vom 31.01.2018: „Kindertagesbetreuung am Standort Schmidstr. 4 in Berlin-Mitte“
[3] Drucksache 1027: Eine neue Chance für die Kita Alegría – Schmidstraße
[4] Pressemitteilung vom 02.02.2018: „Informationen zur Kündigung des Nutzungsvertrages mit dem Träge Alegria e.V. für das Gebäude Schmidstr. 4 unter Erhalt und Erweiterung des Kitastandortes“
[5] Blogbeitrag der Gruppe der PIRATEN: „Kita Schmidstraße 4: Eine Chance für mehr Kita-Plätze“

Presse Artikel zum Thema
31.01.18: Berliner Woche: „Jugendamt Mitte kündigt Privatkita: Bezirk ist Angebot zu elitär“
14.02.18: Berliner Kurier : Berliner Mehrsprachen-Kita muss dichtmachen“
28.02.18: Berliner Abendblatt: „Neues von der Alegria Kita“